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Haushaltslage der Stadt Karlsruhe

Die finanzielle Situation des „Konzerns Stadt Karlsruhe“ ist angespannt. Die Stadt entwickelt daher seit 2021 kontinuierlich ein Konzept zur Haushaltssicherung, das fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst wird.

© Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Aktuelle Haushaltssituation

Die Haushaltsberatungen sind beendet und der Gemeinderat hat die Haushaltssatzung 14,24 MB (PDF) am 22. Dezember beschlossen.

Gegenüber der ursprünglichen Haushaltsplanung wurde im Februar bekannt, dass die Stadt Karlsruhe im Jahr 2026 mit einem Einbruch bei der Gewerbesteuer in Höhe von über 51 Millionen Euro rechnen muss. Außerdem sind globale Minderausgaben in Höhe von 6,5 Millionen im laufenden Haushaltsjahr 2026 zu erbringen. Daher ist es erforderlich mit einer Haushaltswirtschaftlichen Sperre eine Ergebnisverbesserung von rund 60 Millionen Euro zu erreichen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 24. März 2026 öffentlich über die Haushaltswirtschaftliche Sperre und deren Umsetzung entschieden.

Zur Verbesserung des Ergebnisses trägt die von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup für alle Dienststellen und Eigenbetriebe der Stadt Karlsruhe verfügte Stellenbesetzungssperre bei – hierbei kann es Ausnahme geben, etwa bei Saisonkräften zum Betrieb der Freibäder. Zur Pressemeldung

Anfang März hat das Regierungspräsidium Karlsruhe die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan genehmigt. Die Kreditermächtigung für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 wurde auf jährlich 200 Millionen Euro festgesetzt. Erstmals nicht genehmigt wurden die von der Stadt eingeplanten Verpflichtungsermächtigungen für 2026 und 2027, die Investitionen betreffen, die über das Jahr 2027 hinausgehen. Zur Pressemeldung

Videos zum Haushalt

Pressegespräch OB Mentrup und Finanzbürgermeisterin Luczak-Schwarz zur Haushaltslage
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Thema der Woche: Zur Haushaltslage von Dr. Frank Mentrup
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Vorschaubild zum Video OB Pressegespräch am 30.09.2025
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Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz am Rednerpult
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Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Rednerpult
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Vorschaubild auf Statements
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Haushaltssicherungskonzept

Die Stadt Karlsruhe hat auf die sich abzeichnende finanzielle Schieflage frühzeitig mit einem Konzept zur Haushaltssicherung reagiert. Mit dem kommenden Doppelhaushalt 2026/2027 befindet sich die Stadtverwaltung bereits in der vierten Stufe der Haushaltssicherung.

Bereits 2021 wurden erste Maßnahmen im Ergebnishaushalt und bei den Investitionen ergriffen, die im Doppelhaushalt 2022/2023 durch das „10-Punkte-Programm“ erweitert wurden. Für den Doppelhaushalt 2024/2025 hat die Stadt in der 3. Stufe der Haushaltssicherung einen aufwendigen Prozess durchgeführt, mit dem der Ergebnishaushalt insgesamt um 89,9 Millionen Euro im Jahr 2024 und um 86,4 Millionen Euro im Jahr 2025 reduziert werden konnte. Zudem konnte das Investitionsvolumen auf das vom Regierungspräsidium vorgegebene Maß reduziert werden. In diesen Prozess war die gesamte Stadtverwaltung mit allen Beteiligungsgesellschaften miteinbezogen; der Gemeinderat und die Bürgerschaft wurden regelmäßig über verschiedene Formate informiert.

Die Stufen 1 bis 3 der Haushaltssicherung sind zum erheblichen Teil erfolgreich abgeschlossen oder befinden sich in der Bewirtschaftung. Diese Maßnahmen reichen weit über den bisherigen Doppelhaushalt 2024/2025 hinaus.

Grafik Haushaltssicherungskonzept Stadt Karlsruhe

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zum Haushaltssicherungskonzept

Auf diesem Foto ist der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe abgebildet.
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Strukturelles Defizit

Der Haushalt ist in einer strukturellen Schieflage. Ein Grund hierfür ist, dass die Kommunen ein Viertel staatlicher Aufgaben erledigen, aber hierfür nur ein Siebtel der Steuereinnahmen erhalten.

In vielen Bereichen sind die Kommunen daher strukturell unterfinanziert, etwa im Bereich des ÖPNV und des Klinikums. Auch das neue Bundesteilhabegesetz bürdet den Kommunen – und so auch Karlsruhe – weitere Kostensteigerungen auf sowie die vereinbarten Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst. Neben den davon galoppierenden Ausgaben verschärft sich jetzt die Situation zusätzlich durch sinkende Einnahmen aufgrund der schwachen Konjunktur in Deutschland.

Grafik zur Entwicklung Gesamterträge und Gesamtaufwendungen 2015 bis 2030
Grafik zu den Ergebnissen VBK und Städtisches Klinikum ab 2015
Grafik zur Entwicklung der Verluste der VBK
Entwicklung Personal und Versorgungsaufwand
Grafik zum Bundesteilhabegesetz: Aufwendungen und Erstattungen
Grafik zur Entwicklung der Kreditverbindlichkeiten 2015 bis 2030

Faktencheck

Haushaltsplan

Der Haushaltsplan enthält alle geplanten Einnahmen und Ausgaben der Stadt Karlsruhe. Der Haushaltsplan muss ausgeglichen sein. Das heißt, die Stadt kann nur so viel Geld ausgeben, wie sie einnimmt. Ein strukturelles Haushaltsdefizit liegt dann vor, wenn die laufenden Einnahmen nicht zur Deckung der laufenden Ausgaben ausreichen. Grundsätzlich muss der Haushalt im Rahmen der Selbstverwaltung nicht genehmigt werden. Dies ist aber dann der Fall, wenn die Kommunalaufsicht – für Karlsruhe ist dies das Regierungspräsidium Karlsruhe – der Stadt Auflagen bei der Aufstellung des Haushaltsplans gemacht hat, wie etwa eine Kreditobergrenze von derzeit 200 Millionen Euro.

Die Gemeindehaushaltsverordnung gibt den Kommunen die Möglichkeit, statt für ein Haushaltsjahr, direkt einen Haushaltsplan für zwei aufeinanderfolgende Jahre zu beschließen. Dies wird als Doppelhaushalt bezeichnet.

Haushaltssicherung

Die Haushaltssicherung beschreibt die Schritte, mit denen die Stadt mithilfe verschiedener Maßnahmen das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts erreicht. Die Haushaltssperre ist eines von mehreren Mitteln, die eingesetzt werden können, wenn der Ausgleich öffentlicher Haushalte durch Mehrausgaben und/oder Mindereinnahmen gefährdet ist.

Ergebnishaushalt / Investitionshaushalt

Der Investitionshaushalt – auch Finanzhaushalt genannt – beinhaltet vor allem Investitionen der Stadt Karlsruhe, die über Kredite finanziert werden. Der Ergebnishaushalt stellt die geplanten Aufwendungen und Erträge im Haushaltsjahr dar und ähnelt damit der kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung. Der Ergebnishaushalt soll den tatsächlichen wirtschaftlichen Ressourcenverbrauch sowie das Ressourcenaufkommen darstellen.

Kommunalaufsicht

Der Haushalt ist nach Beschluss durch den Gemeinderat der Kommunalaufsicht – in Karlsruhe ist dies das Regierungspräsidium Karlsruhe – vorzulegen. Da die Aufstellung und Bewirtschaftung des Haushalts eine Selbstverwaltungsangelegenheit darstellt, ist der Haushalt insgesamt nicht genehmigungspflichtig; die Kommunalaufsicht fungiert hier aber als Rechtsaufsicht. Das heißt, sie prüft den Haushalt auf Rechtsverstöße.

Aufgaben der Stadt

Es gibt freiwillige Aufgaben, die die Kommune ohne gesetzliche Grundlage ausführt, wie beispielsweise die Betreibung städtischer Bäder. Daneben gibt es Pflichtaufgaben, die die Kommune aufgrund von rechtlichen Vorgaben auszuführen hat. Beispielsweise die Erstellung eines Personalausweises. Mehr zum Thema Aufgaben der Stadt Karlsruhe.

Konzern Stadt

Als Konzern Stadt wird die Stadtverwaltung zuzüglich ihrer Eigenbetriebe und Beteiligungen wie etwa die Verkehrsbetriebe, das Klinikum, die Bädergesellschaft beschrieben. Gewinne wie auch Verluste der städtischen Beteiligungen können auf den Haushalt der Stadtverwaltung Auswirkungen haben.

25. März 2026, Stadt Karlsruhe

Aktuelle Meldungen

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup spricht zum Thema der Woche

Haushaltssituation nach Gewerbesteuereinbruch

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (l.) und Finanzbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.

60 Millionen Euro Haushaltssperre beschlossen

Einzelne Tische mit Mikrofonen im Bürgersaal.

Gemeinderat stimmt über Haushaltssperre ab

Taschenrechner und Dokumente

Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt Haushaltssatzung mit Haushaltsplan

Das Karlsruher Rathaus

Stadt Karlsruhe verfügt Stellenbesetzungssperre

Prognose der Zinslast der Stadt Karlsruhe

Blick auf die Finanzen

Blick in den Bürgersaal während der Beratungen zum Doppelhaushalt 2026/2027.

Kompromiss gefunden, Satzung beschlossen

geparkte Autos am Straßenrand

Hängepartie bei den Parkgebühren

Luftaufnahme des Rheinstrandbad

Keine Pause für das "Rappele"

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup spricht zum Thema der Woche

Haushaltsberatungen im Gemeinderat

Blick auf die Bürgermeisterbank während der Haushaltsberatungen.

Genehmigungsfähigkeit in Sichtweite

Gebäudeansicht der Volkshochschule und des Internationalen Bildungszentrums  von außen

VHS Karlsruhe erhält mehr Zuschüsse

Der Weihnachtsbaum steht auf dem Marktplatz  vor dem Rathaus

Bäume, Beleuchtung und Spielplätze

In einem Brunnen fließt Wasser.

Moderate Kürzungen bei Zierbrunnen

das Haushaltsdefizit hat auch Auswirkungen auf den Zoo.

Beim Zoologischen Stadtgarten wird gespart

Außenansicht Prinz-Max-Palais

Keine Kürzungen im Stadtmuseum

Schulsituationen

Flexibilität bleibt erhalten

Kuscheltiere sitzen auf selbst konstruierten Stühlen im Kindergarten

Vorbehalt bei Regelung zum Geschwisterkindzuschuss

Ausgefüllte Postkarten der Petition "Geht's noch Karlsruhe".

Sparen mit Ausnahmen im Kulturbereich

geparkte Autos am Straßenrand

Bewohnerparken soll teurer werden

Fassade des Rathaus bei schönem Wetter

Haushaltsberatungen beginnen mit Hauptverwaltung

Buchstaben KLIMA

Ja zu Fonds für Klimaanpassung

Gemeinderatssitzung zur Einbringung des Entwurfs zum Doppelhaushalts im Bürgersaal

Haushaltsberatungen: Gemeinderat tagt vom 16. bis 18 Dezember

OB Dr. Frank Mentrup spricht zum Thema der Woche

Rückblick auf die Informationsveranstaltung

Bei der Infoveranstaltung zur aktuellen Haushaltslage beantworteten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Fragen des Publikums.

Sparmaßnahmen diskutiert: Stadtspitze im Dialog mit Bürgerschaft

Schriftzug über Glastüre am Eingang zum Rathaus

Steuerschätzung: Keine weitere Verschlechterung des Gesamtergebnisses

Die Krise als Chance verstehen, dafür warb CDU-Stadträtin Betti-na Meier-Augenstein.

Fokus auf städtische Kernaufgaben lenken

Deutliche Kritik zu den geplan-ten Kürzungen äußerte Stadträtin Anne-Kathrin Berghoff (Die Lin-ke-Fraktion).

Heftige Kritik an den Kürzungen

Stadtrat Andreas Seidler hielt die Haushaltsrede für die AfD-Fraktion.

Hin zu mehr Bürgernähe

Fabian Gaukel hielt die Haushaltsrede für die Volt-Fraktion.

„Letzte Zitrone ist ausgequetscht“

Sonja Döring setzte für die KAL-Fraktion Schwerpunkte im Karlsruher Haushalt.

Für Teilhabe und Kultur

Dr. Clemens Cremer (Die Grünen) spricht sich für den  Dialog mit sozialen Diensten aus, „anstatt auf das Rasenmäherprinzip zu setzen“.

Dem lebenswerten Gemeinwesen verpflichtet

Einzelstadtrat Friedemann
Kalmbach nahm auch den Gemeinderat
in die Verantwortung für die Haushaltslage.

Wildwuchs stutzen

Kritisches Hinterfragen sei notwendig, argumentierte Dr. Stefan Noé.

Mehr wie ein Konzern handeln

Weniger ich und mehr wir, forderte Mathias Tröndle in seiner Rede.

Gießkanne und Rasenmäher haben ausgedient

Taschenrechner und Dokumente

Informationsveranstaltung zum Haushalt der Stadt Karlsruhe

Belebter Marktplatz mit Menschen  und Blick auf das Rathaus

Informationsveranstaltung zur Haushaltslage der Stadt Karlsruhe

Luftaufnahme des Klärwerks

Anstieg bei Abwassergebühren

Ein weißer Hund bekommt ein Leckerli.

Zwölf Euro mehr pro Vierbeiner

Kinder und Erzieher lesen gemeinsam ein Buch

Qualität der Betreuung weiter gewährleistet

Pressegespräch Haushaltssicherung Stufe 4

Doppelhaushalt 2026/2027: Einsparvorschläge vorgestellt

Der OB spricht in seiner Sommer-PK über die Aufstellung des Haushalts 2026/27

Sommer-PK des Oberbürgermeisters

Impression von der Sommer-PK von OB Mentrup auf der Dachterrasse des KVV-Gebäudes.

Schwierige und emotionale Diskussionen im Herbst

Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz stellt die Eckpunkte für den Doppelhaushalt 2026/2027 vor.

Rede der Finanzdezernentin: Genehmigung am seidenen Faden

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei seiner Haushaltsrede im Bürgersaal.

Rede von OB Mentrup: „Wir müssen uns mehr denn je fokussieren“

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (mitte) und Finanzdezernentin Gabriele Luczak-Schwarz auf der Pressekonferenz zur Einbringung des Doppelhaushalts.

„Mit Volldampf auf die Wand zu“

Foto Eingang des Rathauses Karlsruhe am Marktplatz mit Schriftzug Rathaus

Doppelhaushalt 2026/2027 wird eingebracht

Teller mit  Salat auf Tablett und Sparschwein im Hintergrund in der Karlskantine

Vorgeschmack auf künftige Diskussionen: Haushaltssperre aufgehoben

Schriftzug über Glastüre am Eingang zum Rathaus

Gemeinderat hebt Haushaltswirtschaftliche Sperre auf

Menschen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus bei schönem Wetter

"Das werden die Bürger spüren"

Weitere Informationen

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

In Karlsruhe kümmern sich sechs Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterinnen um die vielfältigen Aufgaben der Stadt. Die Geschäfts­kreise der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen haben thematische Zuordnungen und werden Dezernate genannt.

Stadtfinanzen

Die Stadtverwaltung sorgt dafür, dass die Vielzahl an städtischen Auf­ga­ben trotz begrenzter finanzieller Mittel durch sorgfäl­tige und verant­wor­tungs­be­wusste Planung und Be­wirt­schaf­tung erfolgreich erledigt werden.

Grundsteuerreform 2025

Ab 2025 wird die Grundsteuer nach dem neuen Landessteuergrundgesetz Baden-Württemberg erhoben. Doch was bedeutet das für Eigentümer*innen – wie wird die neu zu zahlende Grundsteuer berechnet? Alle Informationen zur Grundsteuerreform 2025 erhalten Sie auf dieser Seite.

Übernachtungssteuer

Karlsruhe erhebt ab Juli 2025 pro Übernachtung eine Übernachtungssteuer. Die Gäste können diese direkt in der Beherbergungseinrichtung begleichen. Warum wird die Übernachtungssteuer erhoben und wie hoch ist sie? Erfahren Sie mehr.

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