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Invasive Ameisenarten in Karlsruhe

In Baden-Württemberg breiten sich derzeit gebietsfremde, invasive Ameisenarten rasant aus – so auch in Karlsruhe. Sie haben ungewöhnlich viele Ameisen an Ihrem Haus, Ihrer Wohnung oder im Garten entdeckt? Sie sind sich unsicher, ob es sich um eine invasive Ameisenart handelt? Diese Seite bietet Informationen zu invasiven Ameisenarten und gibt Tipps für das richtige Verhalten.

Die Ameisenart Tapinoma magnum in Nahaufnahme

Die Große Drüsenameise Tapinoma magnum

Die Tapinoma magnum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Süddeutschland aus. Sie bildet sogenannte Superkolonien, die aus zahlreichen Brutzentren mit jeweils mehreren Königinnen und Tausenden Arbeiterinnen bestehen. Dadurch kann sich die Ameisenart rasant ausbreiten und Flächen von mehreren Hektar Größe mit Millionen von Arbeiterinnen und Tausenden von Königinnen besiedeln. Daher lässt sie sich nur sehr schwer bekämpfen.

Bestimmung und Meldung von Verdachtsfällen

Sie können Verdachtsfälle von Fachleuten kostenfrei prüfen lassen. Über die Checkliste 92 KB (PDF) finden Sie Hinweise, um die die Gattung Tapinoma Magnum im ersten Schritt selbst zu erkennen.
Wenn die Kriterien für die Gattung Tapinoma Magnum auf die von Ihnen untersuchten Ameisen zutreffen oder Sie sich unsicher sind, schreiben Sie uns unter . Diese führen auch Bestimmungen zur Lasius Neglectus (Unbeachteten Wegameise) durch oder geben diese weiter an Spezialisten zur genauen Bestimmung der Art.

Vor jeglichen Bekämpfungsmaßnahmen gegen Tapinoma Magnum ist eine genaue Artidentifizierung unabdingbar, damit nicht versehentlich einheimische Ameisenarten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Vor jeglichen Bekämpfungsmaßnahmen gegen Tapinoma magnum ist eine genaue Artidentifizierung unabdingbar, damit nicht versehentlich einheimische Ameisenarten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Im Falle der Bestätigung des Fundes bitten wir Sie, das Vorkommen der Gemeinde zu melden, damit diese informiert ist.

Mehrere Ameisen der Art Tapinoma magnum in Nahaufnahme

Tapinoma magnum ist vollständig schwarz gefärbt, ohne bräunliche Tönungen. Wichtig zur Unterscheidung von einheimischen Tapinoma-Arten: Die Arbeiterinnen kommen in verschiedenen Größen zwischen etwa 2 bis 4 mm groß vor.

Tipp zur Größenerkennung:


Locken Sie die Ameisen mit einem Zuckerangebot (z. B. Zuckersirup, Honig) auf ein ca. 5 cm großes Stück Papier. Legen Sie dafür das Papier in die Nähe eines Nesteingangs oder einer Ameisenstraße auf den Boden. Nach kurzer Zeit sammeln sich dort meist mehrere Tiere. Mit einem Lineal als Maßstab können Sie scharfe Fotos aus verschiedenen Perspektiven machen, auf denen sich Details wie Körpermerkmale besser zu erkennen lassen.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal bei Ameisen ist der Knoten zwischen Vorder- und Hinterleib. Bei Tapinoma ist dieser Knoten flach und vom Hinterleib verdeckt, während er bei anderen Gattungen deutlich sichtbar ist.

Weitere Informationen und Bildmaterial zur Bestimmung finden sich auf dem Blog des Tapinoma-Forschungsprojekts.

Ameisenkolonie auf der Straße.
Ameisenkolonie auf einer Straße

Tapinoma magnum können Sie nicht nur an ihrer Farbe und Größe erkennen, sondern auch an ihrem Verhalten und Geruch.

Im Sommer bildet die Ameisenart teils breite, mehrspurige Ameisenstraßen. Die Arbeiterinnen sind sehr zahlreich und die Nester kommen auf großen Flächen vor. Bei Störung strömen die Arbeiterinnen sehr schnell und in großer Zahl aus dem Boden an die Oberfläche. Der Auswurf von Erdreich um die Nesteingänge ist auffällig und wird in den betroffenen Gebieten als „eindeutig nicht normal“ beschrieben.

Reizt man eine Ameise vorsichtig, riecht sie auffällig nach aromatischem Lösungsmittel.

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Verhalten und Geruch der Ameisenart finden sich auf dem Blog des Tapinoma-Forschungsprojekts.

Ameisenbekämpfung in Karlsruhe

Bekämpfung Tapinoma Magnum
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Richtiges Verhalten im Umgang mit Tapinoma magnum

Treffen die Merkmale der Tapinoma magnum auf die von Ihnen entdeckten Ameisen zu, ist es wichtig, den Befall schnell zu melden. Wird der Verdacht bestätigt, können Sie mit der Bekämpfung der Tapinoma magnum beginnen.

Die Bekämpfung von Tapinoma magnum ist langwierig und aufwändig. Damit eine Kolonie tatsächlich erfolgreich zurückgedrängt und im besten Fall vernichtet werden kann, ist ein gemeinsames und konsequentes Vorgehen aller Anwohnenden erforderlich.

Einzelne Maßnahmen reichen in der Regel nicht aus. Bitte unterstützen Sie sich auch gegenseitig, sprechen Sie Ihre Nachbarinnen und Nachbarn an und werben Sie dafür, dass möglichst alle im betroffenen Bereich mitmachen.

Die Bekämpfung muss leider über einen längeren Zeitraum und mehrfach wiederholt erfolgen. Je nach Befall kann dies während der gesamten Saison täglich oder mindestens in regelmäßigen wöchentlichen Abständen notwendig sein, etwa durch erneuerte Barrieren oder weitere Behandlungen.

Bei starkem Befall empfiehlt sich außerdem die Erstberatung durch ein Fachunternehmen für Schädlingsbekämpfung. Nur Fachleute können Biozide bei Bedarf fachgerecht und ohne unnötige Risiken für Mensch und Umwelt einsetzen. Über die Webseite des Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e. V. (DSV) finden Sie geeignete Unternehmen.

Informieren Sie auch die Stadtverwaltung unter für eine koordinierte Vorgehensweise.


Prävention

Zur Vorbeugung ist es sinnvoll, bereits beim Pflanzenkauf aufmerksam zu sein. Besonders Topfpflanzen aus dem mediterranen Raum – etwa Olivenbäume – können mit gebietsfremden Ameisen befallen sein. Daher sollten Pflanzen vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden. Werden dennoch Ameisen entdeckt, hilft es, die betroffene Pflanze für 24 Stunden in Wasser zu stellen, damit die Tiere absterben.

Auch ein achtsamer Umgang mit Mülltonnen trägt zur Prävention bei. Sie sollten so gesichert werden, dass Ameisen keinen Zugang finden. Dafür eignen sich Leimringe, Klebebänder oder eine Schicht aus Kieselgur, die in regelmäßigen Abständen erneuert werden sollten.

Zudem ist es wichtig, mögliche Zugangspunkte ins Haus zu verschließen. Ritzen und Spalten können abgedichtet und mit Barrieren aus Kieselgur oder Vaseline geschützt werden. Diese Schutzschichten sollten ebenfalls regelmäßig erneuert werden, um ihre Wirksamkeit zu behalten.

 

Langfristige Bekämpfung

Langfristig hilft am besten eine koordinierte Bekämpfung aller betroffenen Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer, privater wie öffentlicher. Um das Unterhöhlen von Pflastersteinen zu unterbinden, empfiehlt es sich Pflastersteine statt in Sand in ein durchgehendes Mörtelbett oder auf groben Split zu verlegen, um den Ameisen die Anlage von Brutplätzen unter den Steinen unmöglich zu machen oder zu erschweren.

Wichtiger Hinweis: Für eine nachhaltige Bekämpfung ist es meist sinnvoll, verschiedene Methoden miteinander zu kombinieren. Je nach Einsatzort können unterschiedliche Maßnahmen einander ergänzen und den Erfolg deutlich verbessern. Beispielsweise in Baumscheiben oder im Garten: Kombination aus Locksteinen und Leimringen. Ein abgestimmter Methodenmix erhöht die Wirksamkeit und trägt zu einer langfristigen Reduzierung des Befalls bei.


Mechanische Maßnahmen

Heißes Wasser im Garten und auf Pflaster

Kochend heißes Wasser (≥ 80 °C) mit Sprühlanze (ein Meter) in den Bau einbringen (zwei Mal die Woche) – auch mit Bohren von Löchern in Gehwegen, Straßen und ähnlichem. Heißwasser-Schaum und Bodenplatten zum Abbrühen. Dies kann bei kleineren Nestern helfen, die Tiere zu töten oder stark zu schwächen. Bitte dabei sehr vorsichtig vorgehen.


Locksteine

Die Lockstein-Methode wurde von Prof. Dr. Andreas Martens entwickelt.

Diese Methode nutzt das natürliche Verhalten von Ameisenköniginnen und ihrer Brut. Sie bevorzugen warme und trockene Bereiche. Der Lockstein schafft genau diese Bedingungen und zieht die Tiere gezielt an.

So wird die Methode angewendet:

  • Den Lockstein mit Folie an einem sonnigen, warmen Standort oder direkt über einem Nesteingang platzieren.
  • Die Umgebung des Locksteins gründlich wässern, damit sie feucht bleibt.
  • Die Ameisenkönigin sowie die Brut werden anschließend in den warmen und trockenen Lockstein umziehen.

Entnahme des Locksteins:

  • Den Lockstein nach spätestens einer Woche (frühestens nach 24 Stunden) entnehmen.
  • Den Stein zusammen mit der Folie in einen Eimer mit Spülwasser legen und vollständig mit dem Wasser bedecken.
  • Den Stein entweder 24 Stunden im Spülwasser belassen oder den Inhalt des Eimers durch ein Sieb gießen. Den im Sieb verbleibenden Fang anschließend in einem separaten Behälter vollständig mit Wasser bedecken und ebenfalls 24 Stunden stehen lassen.

Koordiniertes Vorgehen mit der Stadt Karlsruhe:

  • Den Lockstein möglichst an der Grundstücksgrenze zum öffentlichen Bereich platzieren.
  • Die übrige Fläche auf dem Grundstück gut wässern, damit sich die Ameisen bevorzugt in den Lockstein verlagern.
  • Die Stadt Karlsruhe bekämpft die Ameisen im Bereich der Grundstücksgrenze ergänzend mit einem Heißwasserdampfgerät.

Optimaler Zeitpunkt:

Die Lockstein-Methode ist besonders im Frühjahr (April bis Juni) wirksam, da in dieser Zeit die neue Königinnenbrut vorhanden ist und gezielt abgefangen werden kann. Sie sollte jedoch im gesamten Zeitraum April bis Ende September wiederholt angewandt werden, um die Kolonie zu schwächen. Der Stein kann immer wieder verwendet werden.

 

Bild der Locksteinmethode mit Folie und Lockstein
Bild mit einem Beispiel der Lochsteinmethode im Garten

Chemische Maßnahmen

Schädlingsbekämpfer beauftragen

Einigermaßen wirksame Fraßköder beziehungsweise Kontaktinsektizide dürfen nur durch Sachverständige eingesetzt werden das heißt von Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Zum finden von geeigneten Schädlingsbekämpfer hilft die Webseite: Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV).

Diese Maßnahme ist nur erfolgreich, sofern sie regelmäßig und kontinuierlich über mehrere Wochen bis Monate wiederholt wird.


Geeignete Gieß- und Streumittel einsetzen

Alternativ können auch frei erhältliche Mittel zur Ameisenbekämpfung eingesetzt werden, sofern sie für den vorgesehenen Einsatzbereich zugelassen und geeignet sind. Vor der Anwendung sollten Sie sich jedoch umfassend über mögliche Auswirkungen auf Pflanzen, Nützlinge, andere Organismen sowie auf Menschen informieren und die Herstellerangaben sorgfältig beachten.


Prävention

Gebäude und Zugänge sichern

Hierzu zählt beispielsweise der Einsatz von Diatomeenerde (Kieselgur) an potenziellen Eintrittsstellen, um Ameisen am Eindringen in Gebäude und Nebengebäude zu hindern. Dies ist ebenso frei erhältlich. Bitte vermeiden Sie dabei das Einatmen des feinen Pulvers und tragen möglichst eine Staubmaske.


Befallene Pflanzen gegen Blattläuse behandeln

Mehrere Leimringe (Raupenleim) an Blattlausgehölzen (lokal, mittelfristig wirksam) aufbringen – nach 14 Tagen überstreichen.


Befallene Topfpflanzen behandeln

Der Wurzelballen sollte für mindestens 24 Stunden vollständig unter Wasser gesetzt werden. Etwas Spülmittel kann helfen, die Oberflächenspannung zu lösen, damit die Ameisen nicht entweichen können. Die Ameisen werden dadurch in ihren Bewegungen eingeschränkt und ertrinken.


Entsorgung von Abfall

Frisches Schnittgut aus dem Garten kann wie bisher über Grünabfallplätze entsorgt werden.


Laubansammlungen

Ältere Ansammlungen von Laub am Boden können Ameisenbrut enthalten und sollten über die Restmülltonne entsorgt werden, damit dieser dann verbrannt wird. Ebenso sollte Erdaushub fachgerecht entsorgt werden durch eine Spezialfirma, da die Erde auf mindestens 50 Grad Celsius erhitzt werden muss, bevor sie wieder weiterverwendet wird. Sonst droht die Gefahr einer weiteren Verbreitung von Tapinoma magnum. Einbringen von Nematoden – (Fadenwürmer)? – noch nicht gesichert

 

Befallskarten

Knielingen ist vom Befall durch Lasius neglectus betroffen, während in allen weiteren aufgeführten Stadtteilen die Art Tapinoma magnum nachgewiesen wurde. Die jeweiligen Ameisenvorkommen sind in der Karte durch eine rote Linie gekennzeichnet.

Karte mit markierten Ameisenbefällen im Gebiet Grötzingen, Bereich Rosalienberg
Befallskarte der Ameisenpopulation in Knielingen, Lassallestraße und Grünstreifen Ferdinand-Keller-Straße
Befallskarte der Ameisenpopulation in Mühlburg, Sophienstraße zur Ecke Herderstraße hin
Befallskarte der Ameisenpopulation in Neureut
Karte mit markierten Ameisenbefällen im Gebiet Oststadt
Karte mit markierten Ameisenbefällen im Gebiet Rintheim auf dem Gelände des Großmarktes
Karte mit markierten Ameisenbefällen im Gebiet in Rüppurr, Heinrich-Heine-Ring
Karte mit markierten Ameisenbefällen im Gebiet Weiherfeld, Scheibenhardter Weg

Häufig gestellte Fragen: Invasive Ameisen in Karlsruhe

Zu den invasiven Ameisen in Karlsruhe zählen beispielsweise Ameisen der Art Tapinoma magnum oder Lasius neglectus.

In Karlsruhe sind zwei invasive Arten nachgewiesen:

  • Tapinoma magnum (Große Drüsenameise) – ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
  • Lasius neglectus (Vergessene Wegameise) – stammt aus dem Schwarzmeergebiet.
    Beide bilden Superkolonien mit Millionen von Tieren und sind schwer zu bekämpfen.

Sie verdrängen heimische Arten, breiten sich aggressiv aus und können in Häusern, Gärten und öffentlichen Räumen massive Plagen verursachen. Hausmittel wie Zimt, Essig oder Natron wirken meist nur kurzfristig. Wichtig ist eine sofortige Bekämpfung bei Bestätigung des Verdachts, da sich beide exponentiell stark vermehren. 

  • Aussehen: komplett schwarz, unterschiedlich groß 2–5 mm.
  • Verhalten: Bildet große Kolonien, oft in Wänden, unter Pflastersteinen oder in Gebäuden.
  • Brut: Puppen sind glasig-weiß und ohne Kokon – im Gegensatz zu heimischen Arten wie Lasius niger.
  • Test: Tropfen Sie Zuckerlösung auf Papier – Tapinoma magnum zieht dies stark an.

Lasius neglectus ist schwer zu identifizieren. Eine genaue Bestimmung sollte durch einen Fachexperten durchgeführt werden. Wenden Sie sich an

  • Aussehen: Dunkelbraun, ähnlich wie heimische Wegameisen.
  • Verhalten: Bildet riesige Superkolonien, oft in Parks, Gärten und an Gebäuden.
  • Besonderheit: Sehr widerstandsfähig, oft erst spät entdeckt – daher „vergessene“ Wegameise.

Melden Sie den Fund unverzüglich an den Kommunalen Schädlingsbekämpfer unter . Dieser nimmt in Zweifelsfällen eine kostenlose Bestimmung vor.

  • Bei öffentlichen Flächen übernimmt die Stadt Karlsruhe die Bekämpfung (Gartenbauamt)
  • Bei privaten Grundstücken ist der Eigentümer verantwortlich – professionelle Schädlingsbekämpfung wird empfohlen: Seriöse Schädlingsbekämpfer: Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV)

Im Außenbereich

  • Einsatz von speziellen Streumitteln (zum Beispiel Kieselgur in überdachten Bereichen oder stabilen, trockenen Perioden).
  • Täglich kochendes Wasser (≥80°C) in den Bau einbringen über mehrere Wochen oder Monate hinweg.

Anleitung 688 KB (PDF) zur Ameisenbekämpfung mit heißem Wasser

Im Innenbereich

  • Ameisenköder, die über Fachunternehmen aufgestellt werden, wegen der gesundheitlichen Gefahren für den Menschen und Haustiere. 

Unter dem Punkt Bekämpungsmaßnahmen sind weitere Informationen. 

Ja – Karlsruhe hat Informationsveranstaltungen gestartet und plant ab Ende April gezielte Bekämpfungsmaßnahmen. Die Stadt arbeitet mit Experten wie Dr. Manfred Verhaagh (Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe) zusammen.

  • Pflanzenkauf: Prüfen Sie Topfpflanzen – besonders aus dem Mittelmeerraum (zum Beispiel Olivenbäume). Bei Befall: 24 Stunden in Wasser stellen, damit Ameisen absterben.
  • Leimringe an Blattlausgehölzen
  • Mülleimer: Nutzen Sie nur fest verschließbare Behälter. Offene Eimer sind ein Magnet für Ameisen. Doppelseitiges Klebeband kann gerne um die Mülltonne angebracht werden, um so ein Eindringen in Mülltonnen zu verhindern. Ebenso sollten die Mülleimer regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden.
  • Abfall: Vermeiden Sie liegengebliebenen Müll im Garten oder auf Balkonen.
  • Lebensmittel: Bewahren Sie Vorräte, Tierfutter und Süßigkeiten ausschließlich in dicht schließenden Behältern auf. Krümel und klebrige Reste müssen umgehend beseitigt werden
  • Zugänge ins Haus: Verschließen, Barrieren aus Kieselgur oder Vaseline legen.
  • Bauliche Maßnahmen: Pflaster auf Splitt oder Mörtelbett legen, Blumentöpfe auf Ständer stellen, Rindenmulch verwenden.
  • Vegetation: Pflanzen, die Blattläuse anziehen (beispielsweise Efeu oder Rosen), vermeiden oder kontrollieren.

Eine Bekämpfung macht nur Sinn, wenn alle umliegenden Grundstückseigentümer koordiniert und gemeinsam handeln. Tapinoma magnum ist langwierig und aufwändig zu bekämpfen. Informieren Sie auch die Stadtverwaltung unter .

  • Verzichten Sie auf Eigenversuche mit Insektiziden – sie schädigen nützliche Insekten und das Grundwasser.
  • Beauftragen Sie lizenzierte Schädlingsbekämpfer mit Erfahrung in invasiven Ameisen (zum Beispiel über den Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verband).

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